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Sonntag, 6. Juli 2008 
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ALLGEMEINES
Einleitung
Europäische Grenzregionen im Wandel
Die Euregio zwischen Maas und Rhein
Geschichte
Bevölkerung
Zusammenarbeit

Europäische Grenzregionen im Wandel

Auf Betreiben der 1971 gegründeten Arbeitsgemeinschaft für Europäische Grenzregionen (AGEG) wurden erste Initiativen zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ins Leben gerufen, welche dazu beigetragen haben, benachbarte Bevölkerungen, die durch Nationalgrenzen, Kultur und Sprache getrennt waren, einander näher zu bringen.
In den Jahren von 1970 bis 1990 war diese grenzüberschreitende Kooperation eher informeller und experimenteller Art. Mit dem Beginn der 90-er Jahre erfuhr die Zusammenarbeit zwischen den Grenzregionen dann einen spürbaren Aufschwung.

Ausschlaggebend dafür war, dass die Europäische Union seit 1990 der Entwicklung der Grenzgebiete zunehmende Bedeutung beimisst und im Rahmen ihrer Regionalpolitik die Gemeinschaftsinitiative INTERREG ins Leben rief. Der Grund für die Priorität, die man den Grenzregionen eingeräumt hat, liegt in der Tatsache, dass diese Zonen im Verhältnis zu zentraler gelegenen Gebieten der europäischen Staaten meist strukturell und wirtschaftlich schwach entwickelt sind. Die Arbeitslosigkeit ist häufig höher und die Perspektiven für die nachrückenden Generationen sind entsprechend geringer. Grenzregionen sind innerhalb der Länder nicht nur peripher gelegen, sondern dienten auch als Kriegsschauplätze der europäischen Geschichte. Die Euregio Maas-Rhein wurde mehrfach verwüstet. Die letzten, noch nicht allzu lange zurückliegenden Geschehnisse haben wirtschaftliche, soziale und menschliche Wunden hinterlassen, welche den Grenzraum sehr geschwächt haben.

Den meisten Staaten Europas ist jedoch inzwischen bewusst, dass sie die strukturellen Probleme an den Grenzen nicht ohne ihre unmittelbaren Nachbarn lösen können. Ein Umdenken, das eine teilweise Abkehr vom Zentralismus erfordert und den Menschen an den Grenzen verbesserte Zukunftsaussichten eröffnet. Mit finanziellen Mitteln aus dem INTERREG-Programm ermutigt die Europäische Union die Mitgliedsstaaten, ihre Grenzregionen gezielt zu fördern. Die Initiative bewirkt insbesondere eine bessere Erschließung der peripher gelegenen Gebiete. Anstatt sich vorrangig an einer oft fernen Hauptstadt zu orientieren, sollen sich die Grenzregionen mit Hilfe des Programms verstärkt ihren direkten europäischen Nachbarn zuwenden. Aufgrund dieser Fördermittel, die sowohl an den Binnen- als auch an den Außengrenzen der Europäischen Union eingesetzt werden, konnte ein dichtes Netzwerk von Kooperationsverbänden aufgebaut werden:

  • 170 Grenzregionen, von denen 120 der AGEG angeschlossen sind
  • 35 % der Bevölkerung leben in diesen Grenzregionen
  • 70 Kooperationsmodelle

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