Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite de Aktuelles Von der Mobilität der Kunst- und Kulturschaffenden hin zu Patchwork-Arbeitern in Europa
EMR2020

EMR2020

 

Stichting Euregio Maas-Rhein

Gospertstraße 42
B – 4700 Eupen
Belgien
Tel.: +32 87 789 630
Fax: +32 87 789 633

info@euregio-mr.eu
Anmelden


Passwort vergessen?
 

Von der Mobilität der Kunst- und Kulturschaffenden hin zu Patchwork-Arbeitern in Europa

Herausforderungen und Probleme der Mobilität der Kulturakteure und der „Patchwork-Arbeiter“. Empfehlungen der Task Force Cross-Border Culture der Arbeitsgemeinschaft der Europäischen Grenzregionen (T4CBC-AEBR) an die Adresse des Ausschuss der Regionen, der Europäische Kommission und die europäischen Mitgliedsstaaten.

Mobilität ist ein integraler Bestandteil der Arbeit und regelmäßige Praxis von Künstlern und Kulturakteuren. Um neue Aufträge zu finden, Netzwerke und Partnerschaften zu schaffen, ihr Publikum zu entwickeln, aber auch die Kultur zu fördern, kann die Arbeit der Kulturakteure oft nicht auf ein Land beschränkt bleiben. Mobilität kann daher für das berufliche Überleben des Kulturschaffenden als unabdingbar angesehen werden.

Jedoch sind Künstler, die in einem grenzüberschreitenden oder transnationalen Kontext arbeiten, oft mit einer Vielzahl von Hindernissen konfrontiert, die ihre Arbeitsmobilität komplizieren oder gar einschränken.

Dazu gehört beispielsweise das Statut des Künstlers, das von Land zu Land unterschiedlich ist aber einen entscheidenden Einfluss auf das Einkommen der Künstler hat. Weitere wichtige Aspekte betreffen Fragen der sozialen Sicherheit, aber auch die unterschiedlichen Steuerregeln der EU-Mitgliedsstaaten, die zu einer hohen Steuerbelastung führen.

Darüber hinaus gibt es besondere Regeln, die Künstler und Kreative stark benachteiligen. Seit 1963 führt Art. 17 der OECD-Modell-Steuer-Konvention zu Situationen der ungleichen Behandlung und Doppelbesteuerung bei Künstler und Sportler.

Um die kulturelle Vielfalt und einen produktiven transnationalen und kulturellen Austausch zu gewährleisten, ist es daher unerlässlich, die Arbeitsbedingungen der Künstler zu verbessern und ihre besonderen Arbeitsumstände zu berücksichtigen.

Darüber hinaus zeichnen sich die Arbeitsbedingungen einer großen Anzahl von Künstlern durch kurze Aufenthalte in verschiedenen Ländern, kurzfristige Arbeitsverträge und die Vielfalt der kulturellen Sektoren und künstlerischen Aktivitäten aus, die von ihrer Arbeit abgedeckt sind.

Bezüglich der Art der Verträgen ist die Situation der Künstler nicht isoliert: viele Aktive arbeiten als "Patchwork-Arbeiter": teilweise freiberuflich, teilweise angestellt oder haben  nur befristete Mehrfachverträge, ständige Teilzeitverträge oder sind entsandte Arbeitnehmer oder müssen oft in verschiedenen Ländern arbeiten usw. und finden sich mithin in der gleichen Situation wie viele Künstler.

Diese Situation wurde in den letzten Kolloquien der Task Force Cross-Border Culture der AGEG analysiert und mündet in nachfolgenden Empfehlungen.

Veranstaltungen
Highlights